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Regelmäßige Treffen anbieten-Bürgerinitiative will weiter über Kraftwerk informieren
An vielen Häusern sieht man rote Kreuze wie dieses als Protestzeichen gegen den Kraftwerksstandort Arneburg.

Von Benjamin Kobelt

ARNEBURG . In
der vergangenen Woche kam die Ortsgruppe Arneburg der Bürgerinitiative
"Gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg e.V." zu einem aktuellen Treffen
zusammen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten.
"Wir müssen weiter auf das Thema aufmerksam machen", betonte
Ingrid Nagelski, Mitglied des Vorstandes, während der Besprechung.
Gerade weil RWE seit längerem schweigt und keine klare Position zu dem
Kraftwerksstandort Arneburg bezieht, will die Bürgerinitiative weiter
über die Thematik informieren und die Bürger nicht im Glauben lassen,
dass ein Kraftwerk vom Tisch ist. Vor allem zeigt sich diese Taktik von
RWE auch wieder in Ensdorf. Dort, wo die Bevölkerung eigentlich
erfolgreich ein Kraftwerk verhindert hatte, ist der Milliardenkonzern
laut Informationen von Nagelski nun wieder aktiv geworden und will
Grundstücke von der Gemeinde abkaufen. Die Ortgruppe warnt davor,
leichtgläubig an eine Absage an den Standort Arneburg zu glauben. "RWE
hat das Grundstück bereits gekauft und will es mit Sicherheit
gewinnbringend einsetzen", verdeutlichte Nagelski. Dabei ist wohl auch
nicht auszuschließen, dass RWE auf andere Technologien setzt. In der neu
aufgekommenen Diskussion um Atomkraftwerke, wäre dabei auch Arneburg
ein "idealer" Standort für das Unternehmen. Bemängelt wurde auch, dass
die von Bürgermeister Lothar Riedinger versprochene
Informationsveranstaltung von RWE bisher nicht stattgefunden hat.

Neben
dem Resümee bisheriger Maßnahmen wurde besprochen wie zukünftig noch
mehr Bürgerinnen und Bürger gegen ein Kraftwerk mobilisiert werden
können. Mit neuen Werbemitteln wie Postkarten, T-Shirts und Flyern
verspricht man sich auf der einen Seite einen guten Ansatz. Andererseits
will man verstärkt bei Veranstaltungen in der Region mit
Informationsständen über die Arbeit der Bürgerinitiative informieren und
auch die Aktion mit den "roten Kreuzen", welche an Straßenrändern den
Widerstand gegen das Kraftwerk symbolisieren soll, weiter ausbauen.

Gerade
aber die Arneburger zeigen sich in der Stellungnahme gegen ein
Kraftwerk eher verhalten. Daher will die Ortsgruppe auch weiterhin
regelmäßige Treffen anbieten. Freunde der roten Kreuze, Gleichgesinnte
und Interessierte sind bei der nächsten Zusammenkunft am 25. August in
der Burggaststätte herzlich willkommen.

Quelle: Altmark-Zeitung 10.07.2010

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