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Bürgerinitiative bleibt skeptisch - Gibt RWE Kohlekraftwerkspläne auf?

RATHENOW/ARNEBURG
-
Die Ankündigung des Energieversorgungskonzerns RWE, in
Zukunft keine Kohlekraftwerke mehr bauen zu wollen, wird von der
Bürgerinitiative gegen den Bau eines Kohlekraftwerkes in Arneburg mit
einer gehörigen Portion Skepsis begleitet. So richtig will man den
Ankündigungen von RWE nicht glauben.


Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Professor
Jürgen Rochlitz aus Strodehne, erinnert an seinen Besuch bei der
RWE-Aktionärshauptversammlung. Zu dieser Gelegenheit habe der
RWE-Vorstand bekräftigt, das Unternehmen halte am Standort Arneburg
fest. Auch RWE-Sprecher Manfred Lang hatte betont: „Die Standortprüfung
in Arneburg läuft weiter“. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass hinter
der RWE-Ankündigung andere Überlegungen für den Standort Arneburg
stecken.


„Energieunternehmen planen langfristig, auf
Jahrzehnte voraus, und lassen einen ausgewählten Standort wie Arneburg
nicht einfach fallen, auch nicht, wenn man sich angeblich von der Kohle
verabschiedet und die Kernkraft bevorzugt“, heißt es jetzt in einer
Mitteilung der Bürgerinitiative. „Dass die Landesregierung mit dem 2.
Entwurf des Landesentwicklungsplans von 2010 in Sachsen-Anhalt die
Kernkraft wieder ins Gespräch bringt, sollte zu denken geben.“


Die Bürgerinitiative will deshalb nachhaken: Was
soll statt eines Steinkohlekraftwerkes in Arneburg gebaut werden? Ein
Gaskraftwerk oder sogar ein Atommeiler?


Offenbar behalte sich RWE verschiedene Varianten
für den Kraftwerksstandort Arneburg vor. BI-Vorsitzender Rochlitz: „Wer
glaubt, RWE würde große Abstriche von seinen Plänen machen, der sollte
bedenken, dass RWE das Kraftwerks-Areal bereits gekauft hat und die
Fläche natürlich auch gewinnbringend einsetzen will.“


Die Bürgerinitiative wird deshalb ihre Arbeit
fortsetzen. Gründe dafür gebe es genug. So wird sie ein Schreiben an den
Vorstand der RWE richten, um damit eine rechtsverbindliche Auskunft
über die weitere Entwicklung des strategischen Kraftwerkstandortes
Arneburg zu erhalten. (wil)

Quelle: Märkische Allgemeine vom 17.06.2010

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