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Liebe Bürgerinnen und Bürger,
langsam neigt sich das Jahr 2009 seinem Ende zu. Rückblickend auf dieses Jahr stellen wir fest, dass es uns viel Engagement, Mut und Ausdauer im Kampf gegen das geplante Steinkohlekraftwerk bei Arneburg abgefordert hat. Engagement, wenn es darum ging, sich ein breites Wissen anzueignen, erworbene Standpunkte zu vertreten, sowie Entscheidungen zu treffen, die auch für die nach uns kommenden Generationen bedeutsam sind - wir denken hier an wichtige Anliegen des Gesundheits-, Klima-, und Naturschutzes zum Erhalt unserer Lebensqualität. Mut und Ausdauer waren nötig, wann immer es darum ging, in arbeits- und diskussionsintensiver Zeit langfristige Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und gewachsenen Strukturen gegenüber zu treten.
Wir erfuhren: “Zusammenkunft ist ein Anfang, Zusammenhalt ist ein Fortschritt, Zusammenarbeit ist Erfolg.“ (H. Ford) Getreu diesem Gedanken war das Jahr 2009 für uns trotz aller Turbulenzen ein gutes Jahr, denn wir haben nicht nur das Thema Steinkohlekraftwerk thematisiert, sondern haben auch den dafür notwendigen Flächennutzungsplan der Stadt Arneburg durch eine überwältigende aktive Beteiligung der Bevölkerung verhindert. Wir möchten Ihnen deshalb für Ihre Mitarbeit innerhalb oder außerhalb der Bürgerinitiative danken, sei es für das Verteilen von Flugblättern, für Presseartikel oder auch für Ihren aktiven Einsatz als gewählte Vertreter der kommunalen Ebenen. Viele von Ihnen haben durch das Aufstellen von roten Kreuzen und durch Spenden Ihre Unterstützung bekundet. Überall nehmen die Bürger Anteil am Geschehen in unserer Region. Dafür danken wir Ihnen allen. Lassen Sie uns diesen, unseren anspruchsvollen Weg weiter gehen! Unsere dünn besiedelte Region, die selbst keinerlei Bedarf für Strom aus einem fossilen Kraftwerk hat, lebt im erheblichen Umfang vom Fremdenverkehr, der Landwirtschaft und kleinen und mittleren Betrieben. Entsprechend reicht der Protest gegen das Vorhaben bis in die Ortsverbände von CDU und SPD hinein, deren Landesminister in Magdeburg jedoch nach wie vor für das Kohleprojekt eingenommen sind. Auch in unserem Landkreis sind Kräfte tätig, die die Öffentlichkeit uninformiert lassen wollen,tricksen und täuschen und die Bürgerschaft hintergehen wollen.Darum sind weitere gute Ideen und mutiger Einsatz gefragt.
Der gegenwärtig zur Diskussion stehende Landesentwicklungsplan (LEP) nebst Umweltbericht sieht die Errichtung von neuen konventionellen Kraftwerken ausdrücklich vor, wobei der Standort Arneburg einschließlich des Industriehafens als Vorrangstandort für landesbedeutsame, große Industrieflächen ausgewiesen wurde. Man bekennt sich seitens der Landesregierung eindeutig zur Verpressung von CO2 im Altmarkkreis Salzwedel, hält am Ausbau der Elbe zum Zwecke der ganzjährigen, wirtschaftlichen und verlässlichen Schiffbarkeit fest. Dies muss uns zu denken geben.
Bis zum 31.12.2009 können Bürger, Verbände und Kommunen noch Einwände gegen den Landesentwicklungsplan erheben. Davon sollte rege Gebrauch gemacht werden. Der LEP und der Umweltbericht sind unter www. lep.sachsen-anhalt.de oder bei Ihren Gemeinden einsehbar.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir wünschen Ihnen nun ein friedliches Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr. Mit herzlichen Grüßen Der Vorstand der Bürgerinitiative gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg
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